Backpack oder Luxuskoffer? – Das passende Gepäck für die Flugreise

Seit einigen Jahren wird die Auswahl bei Reisegepäck immer größer und unübersichtlicher. Wer heute einen Fachladen betritt oder die Kofferabteilung eines großen Kaufhauses, findet sich zahllosen Koffermodellen, Reisetaschen, Rucksäcken und anderen Möglichkeiten Urlaubskleidung von A nach B zu transportieren gegenüber. Was passt zu wem?

Der Koffer

Für die klassische Pauschalreise sind klassische Koffer die beste Wahl. Da es heute ultraleichte Materialen gibt, hat der Hartschalenkoffer neue Bedeutung gewonnen. Anders als Koffer aus Stoff umgibt der Hartschalenkoffer den Inhalt des Koffers wie ein Schutzmantel, so dass nichts darin gedellt, gedrückt und zerquetscht werden kann, egal wie grob am Flughafen oder im Gepäckraum des Flugzeugs mit dem guten Stück umgegangen wird. Moderne Hartschalenkoffer brauchen auch nicht mehr wie früher getragen werden, sondern können auf vier Rollen bequem neben dem Urlauber her gerollt werden.
Auch der reguläre Koffer aus robustem Stoff ist nach wie sehr gefragt. Was im Flugzeug ein Nachteil ist, kann bei langen Autoreisen durchaus ein Vorteil sein: Der Koffer kann ein wenig gedrückt werden, so dass zwei Koffer übereinander in den Kofferraum passen.
Sowohl Hartschalenkoffer als auch Stoffkoffer gibt es heute in vielen verschiedenen Größen. Unsere Empfehlung: Ein großer Hartschalenkoffer für die große Flugreise, ein etwas kleinerer Koffer für kürzere Urlaubs- und Städtereisen und ein kleiner Koffer in den zugelassenen Handgepäckmaßen für Kurztrips mit dem Flugzeug und Wochenendtrips mit dem Auto oder der Bahn.

Die Reisetasche

Die Reisetasche ist der beste Begleiter für kurze Reisen, bei denen wenig Kleidung mitgenommen werden muss. Während wir davon abraten für Flugreisen eine Reisetasche zu benutzen, die am Flughafen als Gepäck aufgegeben werden muss, sieht die Sache anders aus, wenn es sich lediglich um Handgepäck handelt, das die ganze Zeit beim Besitzer bleibt. Hochwertige Taschen von Samsonite eignen sich gut fürs Verreisen per Flugzeug, da sie viele verschiedene Fächer bieten: So kann die Wäsche getrennt vom Laptop, Arbeitsmaterial und Freizeitmaterial aufbewahrt werden und im Flugzeug ist jederzeit das Gewünschte mit einem Griff erreichbar.
Einfache Reisetaschen mit nur einem Fach eignen sich dagegen weniger fürs Flugzeug: Wer will schon in der Kabine zwischen Socken und Unterwäsche nach dem Krimi zum Lesen suchen, wenn die Umsitzenden zugucken? Solche Reisetaschen sollten lieber fürs Auto genutzt werden.
In den letzten Jahren sind immer mehr Hybriden auf den Markt gekommen, die aussehen wie eine Reisetasche, aber zusätzlich über Rollen und einen ausziehbaren Griff verfügen wie ein Trolley-Koffer. Der Sinn dieser Konstruktion will sich uns nicht ganz erschließen: Wer so viel Gepäck mitnimmt, dass das Gepäckstück auf Rollen gezogen werden muss, sollte lieber einen Koffer nehmen, der den Inhalt besser schützt als eine leicht zu knautschende Reisetasche. Diese hat ihren Vorteil eher darin, dass sie leicht in der Hand oder über der Schulter getragen werden kann, so dass sich der Besitzer viel schneller durch Menschenmassen am Flughafen oder Bahnhof bewegen kann als mit dem Rollenkoffer hinter sich.

Der Rucksack

Rucksackreisende, heute auf neudeutsch Backpacker genannt, haben in der Reisewelt einen zwiespältigen Status: Standen sie vor zwei-drei Jahrzehnten noch für mutige Pioniere, die sich in ansonsten wenig bereiste Regionen der Welt wagten und dort häufig den ersten Impuls für die Entwicklung des Tourismus gaben, stehen sie heute eher für Horden von Jugendlichen, die vor allem wegen günstigem Alkohol und endlosen Partys nach Südostasien aufbrechen ohne sich auch nur im Geringsten für das besuchte Land und seine Kultur zu interessieren.
Doch in ärmeren Regionen der Erde hat das Reisen mit dem Rucksack einen weiteren, viel praktischeren Grund: So gibt es in vielen Ländern Südostasiens keine mit Europa vergleichbaren Bürgersteige. Diese können von Haus zu Haus unterschiedlich hoch sein, gar nicht vorhanden oder mit tiefen Schlaglöchern durchsetzt. Wer da auf dem Weg zum Hotel einen Rollenkoffer hinter sich herziehen will, steht auf verlorenem Posten.

Unser Fazit

Wer häufiger reist, sollte mehrere Gepäckmöglichkeiten nutzen können: Reisetaschen fürs Handgepäck im Flugzeug und kurze Reisen per Bahn und Auto, ein Hartschalenkoffer für die große Flugreise und ein Rucksack für Rundreisen in exotische Gefilde mit schlechter Infrastruktur. Wer heute mit Laptop, Tablet und Handy auf Reisen geht, sollte zusätzlich in eine spezielle Notebooktasche mit mehreren Fächern investieren, so dass die teuren Geräte stets gut geschützt sind.

©Foto: Javier Brosch/Fotolia

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 You can leave a response, or trackback.

Leave a Reply