Hoteltipp: Duc de Bourgogne in Brügge

Die wunderschöne mittelalterliche Stadt Brügge gehört zum “Goldenen Dreieck” von Flandern, zu dem außerdem noch Gent und Antwerpen gehören. Wer die Region im Rahmen einer Rundreise besucht, bleibt auch über Nacht in Brügge, doch ansonsten wird diese schöne Stadt in erster Linie von Tagesausflüglern besucht, die entweder an der belgischen Nordseeküste Urlaub machen oder von Großbritannien aus eine Minikreuzfahrt mit zwei Übernachtungen auf der Fähre von England nach Zeebrügge und zurück unternehmen. Das ist schade, denn Brügge entfaltet seinen ganz besonderen Reiz erst abends, wenn die vielen Tagestouristen fort sind und die wunderschönen alten Gebäude der Innenstadt in warmes Licht getaucht werden.

Die perfekte Lage in der autofreien Innenstadt hat das Hotel Duc de Bourgogne am Huidenvetterplein, das auf den Dijver hinausschaut, eine seeartige Ausbucht des gleichnamigen Kanals, der als einer von vielen die Altstadt durchzieht. Tag und Nacht stehen Touristen hier am Ufer um den einmalig schönen Blick über den Dijver und malerische alte Häuser auf den Belfort einzufangen, den 83 Meter hohen Turm, den die Kaufleute der Stadt bis zum 15.Jahrhundert erbauen ließen. Heute dominiert er mit den Kirchtürmen der St.Salvador-Kathedrale und der Onze Lieve Vrouwekerk die Skyline von Brügge.

Tipp: Ein Zimmer mit Blick auf den Belfort

Wer im Hotel ein Zimmer auf der richtigen Seite hat, kann diesen Anblick quasi Tag und Nacht vom Hotelfenster aus genießen und miterleben wie der Turm im frühen Sonnenlicht des Morgens erstrahlt, in goldene Nachmittagssonne getaucht wird und nachts hell erleuchtet wird. Über eine winzige Brücke erreicht man vom Hotel Duc de Bourgogne aus auch in nur wenigen Gehminuten die Burg mit der Heiligblut-Basilika und den benachbarten Marktplatz, der von wunderschönen mittelalterlichen Häusern umstanden ist. Hier lohnt es sich ganz besonders abends nach Einbruch der Dunkelheit essen zu gehen um dann durch malerische uralte Gassen zum Hotel zurück zu flanieren und die Abendstimmung zu genießen.

Das Restaurant des Hotels, in dem auch das Frühstück eingenommen wird, befindet sich direkt am Dijver, so dass man je nach Tisch fast schon über dem Wasser sitzt und die herrlicher Atmosphäre ein köstliches Frühstück vom üppig ausgestatteten Büffet genießt.

Die Zimmer des Hotels sind zwar nicht allzu groß, aber vollkommen ausreichend. Immerhin geht das denkmalgeschützte Gebäude auf das Jahr 1648 zurück, als es zunächst als Gasthaus “Den Hollander” eröffnet wurde. Nach der Unabhängigkeit Belgiens 1830 wurde das Haus in “De Koe” umbenannt, weil sich die belgischen Oberen nicht mehr in einem Haus mit dem Namen “Hollander” treffen mochten. Später übernahm der britische Bildhauer Alfred Gilbert, der u.a. den berühmten Eros-Brunnen auf dem Piccadilly Circus in London geschafften hatte, zusammen mit seiner aus Brügge stammenden Frau die Leitung des Hotels, benannte es in “Carlton” um und führte den englischen “Afternoon Tea” ein. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude ein weiteres Mal renoviert und erhielt den aktuellen Namen “Duc de Bourgogne”, der auf die burgundischen Grafen anspielt, die zu Brügges größter Blütezeit vom 13.-16.Jahrhundert die Stadt regierten.

Allein für seine perfekte Lage am Dijver, zusammen mit komfortablen netten Zimmern und einem erstaunlich günstigen Preis, ist das Duc de Bourgogne DIE Empfehlung für eine Wochenendreise in die wunderschöne Perle Flanderns .

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