Hoteltipp: Marriott Hotel Leipzig

Eines der vielen neuen Hotels, das in den letzten beiden Jahrzehnten in Leipzig entstanden ist, ist das Marriott Leipzig gleich gegenüber vom prächtigen Hauptbahnhof, der zugleich zum größten Shopping Mall der Stadt geworden ist. Zugleich sind es nur wenige Gehminuten zum historischen Marktplatz, dem Herzen von Leipzig.

Hier befinden sich unter anderem die Thomaskirche, in der einst Johann Sebastian Bach wirkte und deren Thomanerchor bis heute Weltruf genießt, die wunderschöne Nikolaikirche und Auerbach’s Keller in der Mädlerpassage, in dem Goethe eine nicht unbedeutende Szene seines “Faust” angesiedelt hat. Auch heute noch grüßen Faust und Mephisto als Denkmal vor der Treppe, die hinunter in den Keller führt, dessen Wände mit Szenenbildern aus “Faust” geschmückt wird. Serviert wird übrigens köstliche sächsische Küche zu fairen Preisen.

Faire Preise bietet auch das Marriott Leipzig, in dem ein Doppelzimmer für eine Nacht einschließlich Frühstück schon für 100 Euro zu haben ist. Dafür erhält der Gast ein hervorragend ausgestattetes Zimmer mit einem der weichsten, bequemsten Betten, in dem ich je das Vergnügen hatte zu schlafen, Fernseher, Minibar, Safe und einem Badezimmer mit Wanne und Fön. Einen Punktabzug gibt es lediglich für den in Deutschland noch immer weit verbreiteten ärgerlichen Zustand, WLAN nur zu horrenden Preisen anzubieten statt umsonst zur Verfügung zu stellen.

Bei Stadthotels eher selten und daher umso erfreulicher ist der großzügige Wellness-Bereich im Keller des Marriott, der über einen kleinen Swimming Pool mit separatem Whirlpool, einer Sauna und einem Fitnessraum mit verschiedenen Geräten besteht. Auch ein Massageraum war vorhanden, aber geschlossen – vermutlich müssen Massagetermine vorher gebucht werden, doch dazu fehlte mir die Zeit und auch die Lust. Auch hier ein kleiner Punktabzug dafür, dass der Aufzug zum Wellness-Bereich (und Parkhaus) separat von den Aufzügen zu den Zimmern waren, so dass man im Bademantel oder anderer Schlabberkleidung in der hochglanzpolierten Lobby “umsteigen” muss. Da im Hotel nicht viel Betrieb herrschte, ging dies zumindest sehr schnell.

Das Frühstück ist gewöhnlich nicht im Preis einbegriffen, wenn direkt über Marriott gebucht wird (oder nur gegen Aufschlag), während es bei einer Buchung über einen Reiseveranstalter wie Dertour durchaus mit einbegriffen ist. Bei der Buchung sollte man darauf achten, denn das üppige Frühstücksbüffet war ein Traum mit allen möglichen Köstlichkeiten – Herzhaftes wie Rührei mit Speck und Kartoffelecken, Süßes wie Pancakes mit Ahornsirup, verschiedene Brotsorten, Wurst, Käse, Lachs und Marmeladen waren ebenso vorhanden wie Cerealien, Joghurts, frisches Obst und Grünzeug. Als Getränke standen neben Kaffee und verschiedenen Teesorten mehrere Säfte zur Auswahl, Wasser und sogar Sekt.

Erfreulich auch, dass Zeitungen kostenlos bereit lagen: So fand ich am Abend die amerikanische “Time” mehrfach auf einem Tisch an den Aufzügen vor und am nächsten Morgen die “Welt am Sonntag”. Auch das aufmerksame freundliche Personal bekommt Bestnoten. Kleiner Punktabzug nur für die ärgerliche Praxis, den Gästen gleich bei der Ankunft an der Rezeption das Gepäck wegzunehmen, damit es später aufs Zimmer geliefert wird – wofür natürlich ein Trinkgeld erwartet wird. Hier sollte doch den Gästen wirklich selbst überlassen bleiben, ob sie diesen Service in Anspruch nehmen wollen (und dann auch gerne ein Trinkgeld geben) oder ob sie ihr kleines Köfferchen für den Wochenendtrip selbst mit nach oben nehmen.

Für eine Städtereise nach Leipzig, eine Erkundungstour durch Sachsen oder einen kurzen Wochenendtrip ist das Marriott Leipzig insgesamt auf jeden Fall uneingeschränkt zu empfehlen. Und wer dank Surfstick oder Smartphone nicht von WLAN abhängig ist, kann dieses eine echte Ärgernis auch problemlos verschmerzen.

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One Response

  • Hotel in Leipzig says:

    An dieser Stelle noch ein paar Tips für einen erlebnisreichen Leipzigbesuch.
    Bei einem Besuch von Auerbachs Keller sollte auf keinen Fall versäumt werden die Kellermeistertour mitzumachen.Hier führt ein Kellermeister,in originaler Tracht; durch den historischenTeil von Auerbachs Keller. Dem Besucher wird gezeigt auf welchem Platz Gothe gesessen hat ,es gibt viele Geschichten zu hören und man kann sogar den legendären Fassritt Mephistos nachspielen.Natürlich findet der Fassritt auf dem originalen Fass statt.
    Zu besuch in Leipzig und ein Ausflug in den Urwald? In Leipzig kein Problem. Im Leipziger Zoo hat seid vorigem Jahr das Gondwanaland eröffnet,eine der größten Tropenhallen Europas.



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