Marrakesch: Der Frühling ist schon da

Orangensaft auf dem Djemaa el-Fna

Sonne und milde Temperaturen sind nur drei Flugstunden vom kalten Deutschland aus entfernt: In der marokkanischen Trendmetropole Marrakesch ist der Frühling längst da. Gerade als Kurzreiseziel für die Ostertage ist die Königsstadt am Fuß des majestätischen Atlasgebirges nicht zu überbieten: Zahlreiche wunderschöne und hochmoderne Hotelresorts am Stadtrand laden zum Erholen und Sonnenbaden ein, während die Mandel- und Orangenbäume in den weitläufigen Gärten in voller Blüte stehen.

Nicht weniger erholsam sind die aufwändig restaurierten alten Gästehäuser in der Innenstadt von Marrakesch, die sogenannten Riads: Hier können Besucher in der schwelgerischen Pracht von 1001 Nacht wohnen. Die Häuser sind im traditionellen arabischen Stil um einen Innenhof angelegt, in dem sich ein kleiner Brunnen und viele schattenspendende Bäume und Sträucher befinden. Manche Riads besitzen sogar einen kleinen Swimming Pool oder eine Spa-Abteilung. Natürlich ist Marrakesch viel zu schade, um die ganze Zeit im Liegestuhl zu verbringen, denn die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt bietet eine Vielzahl von einzigartigen Sehenswürdigkeiten.

Paläste und grüne Oasen

Als jüngste der Königsstädte besitzt Marrakesch mit dem Bahia Palast eine offizielle Residenz, die auch heute noch von der marokkanischen Königsfamilie genutzt wird. Eine ganze Reihe von Zimmern kann jedoch besichtigt werden, darunter die Residenz des Großwesirs mit seinem Harem. Nur nur Ruinen sind vom El Badi-Palast aus dem 16.Jahrhundert übrig geblieben, einer prachtvollen Residenz mit über 360 Räumen, in denen die Sultane vor dem Umzug nach Meknes ausschweifende Feste feierten.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Marrakesch ist jedoch zweifellos die Koutoubia-Moschee am Djemaa El-Fnaa, dem Platz der Gaukler in der Altstadt, deren Minarett das höchste Gebäude der Stadt ist. Ihr Inneres darf leider nicht besichtigt werden. Auch ein Bummel durch das Gewirr der mit Waren vollsgestopften Gassen des Souks darf auf keinen Fall fehlen. Zähes Feilschen ist Pflicht! Auf dem Djemaa El-Fnaa selbst lohnt es sich, die frisch gegrillten Leckereien der Garküchen zu probieren und den köstlichen frisch gepressten Orangensaft. Aufpassen sollte man jedoch vor den “Gauklern” mit ihren Affen und Schlangen, die für Fotos und schon kurzes Zusehen Dirhams verlangen. Auch Taschendiebstähle sind im abendlichen Gedrängel keine Seltenheit.

Wesentlich ruhiger ist es in den malerischen Menara Gärten am Stadtrand, einer Anlage aus dem 16.Jahrhundert mit filigranen Pavilions, Teichen und Obstbaumwiesen, in denen sich einst die Sultane und Hofdamen zum Flanieren zurückzogen. Ein weiterer Rückzugsort vom Trubel der Stadt sind die Majorelle Gärten, die der französische Stardesigner Yves Saint Laurent der Stadt Marrakesch zum Geschenk machte und die den Namen ihrer Gestalter Jacques und Louis Majorelle tragen. Im alten Studio der beiden Brüder ist heute die Kunstsammlung von Yves Saint Laurent ausgestellt, sowie eine kleine Ausstellung islamischer Kunst.

Wer sich für die Geschichte Marrakeschs und für marokkanische Traditionen interessiert, kann außerdem das Musée de Marrakech besuchen, das in einem Wohnhaus aus dem 19.Jahrhundert untergebracht ist. Gleich nebenan befindet sich die Ben Youssef Medersa, eine sehenswerte ehemalige Koranschule.

Ausflüge nicht vergessen!

Lohnenswerte Ausflugsziele von Marrakesch aus sind die malerische Hafenstadt Essaouira am Atlantik, die von den Franzosen lange Jahre Mogador genannt wurde, sowie das Seebad Agadir weiter südlich, Marokkos beliebtester Ferienort mit einem kilometerlangen Sandstrand. Auch der Hohe Atlas lädt zu Erkundungstouren per Jeep ein oder auf dem Pferderücken. Tagestouren können vor Ort gebucht werden, auf eigene Faust mit dem Mietwagen unternommen werden oder mit öffentlichen Verkehrsmittel. So verbinden Linienbusse Marrakesch für nur einige Dirham mit Essaouira und Agadir.

 
©Foto: Fotolia – Hassan Bensliman

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