Studienreisen in den Nahen Osten

Kaum eine Region der Welt ist so sehr mit Vorurteilen behaftet wie der Nahe Osten. Das Bild der Menschen ist geprägt durch die tägliche Berichterstattung in den Medien, bei der es fast immer um Unruhen, Bombenanschläge und Gewalt geht. Das ist schade, denn wer sich auf diese einzigartige Region einlässt wird nicht nur mit einer jahrtausendealten Kulturgeschichte belohnt, sondern auch mit der herzlichen Gastfreundschaft des Orients.

Wer den Nahen Osten bereisen will, kann sich problemlos auf eigene Faust auf den Weg machen. Gerade in Israel wird überall englisch gesprochen und die Beschilderung ist zweisprachig in hebräischer und lateinischer Schrift gehalten. In den Nachbarländern Libanon, Jordanien und Syrien wird zumindest in den größeren Orten auch englisch gesprochen und die Beschilderung ist zweisprachig gehalten. Wer sich lieber eine Reisegruppe anvertraut, sollte auf einen hochwertigen Veranstalter wie Meiers Studienreisen setzen, bei denen gut ausgebildete Führer wertvolle Informationen vermitteln und alle Grenzformalitäten erledigen.

Auf die Reiserichtung kommt es an

Byblos am Mittelmeer

Wer den gesamten Nahen Osten bereisen will, sollte sich Israel bis zum Schluss ausbewahren. Dies hat einen ganz einfachen Grund: Mit einem israelischen Stempel im Pass wird Besuchern die Einreise nach Syrien verwehrt . Und auch wenn von Syrien-Reisen aktuell abzuraten ist, wird es hoffentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses faszinierende Land mit seinen Weltkulturerbestätten wie dem römischen Palmyra, den imposanten Burgen der mittelalterlichen Kreuzfahrer und dem orientalischen Trubel der Altstadt von Damaskus wieder zugänglich sein wird. Solange die politische Lage in Syrien jedoch instabil ist, sollte die Rundreise im Nachbarland Libanon beginnen.

Dessen Hauptstadt Beirut, in früheren Jahrzehnten als “Paris des Orients” eine beliebte Partymetropole und später durch den Bürgerkrieg in die Knie gezwungen, hat sich zu einer modernen Metropole entwickelt, in der das Nachtleben fast wieder so tobt wie früher. Beirut eignet sich auch ideal als Basis für Tagesausflüge zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Einer der schönsten Orte des Libanons ist Byblos am Mittelmeer, das zu den ältesten Städten der Welt gehört. Besucher finden hier Ruinen aus griechischer, phönizischer und römischer Zeit, sowie Festungen der Kreuzfahrer. Zwei weitere sehenswerte Städte aus der großen Zeit der Phönizier sind Tyros und Sidon. In der Bekaa-Ebene im Landesinneren befinden sich die prachtvollen römischen von Baalbek, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehören.

Das Heilige Land

Der Felsendom

Im Süden grenzt der Libanon an Israel an, wo gleich hinter der Grenze mit der alten Kreuzfahrerstadt Acre und der modernen Metropole Haifa zwei touristische Highlights warten. Im Nordosten Israels liegt der biblische See Genezareth, wo Touristen in Nazareth, Kaana und Tiberias auf den Spuren von Jesus wandeln und ein Bad im heiligen Fluss Jordan nehmen können.

Das wichtigste Ziel in Israel und Endstation Sehnsucht für Pilger aus aller Welt ist natürlich Jerusalem, die heilige Stadt, im Süden des Landes. In der Altstadt drängen sich die drei großen Weltreligionen dicht an dicht und innerhalb eines kurzen Spaziergangs können mit der jüdischen Klagemauer, dem islamischen Felsendom und der christlichen Grabeskirche drei der heiligsten Stätten der Welt besucht werden. Kein Problem für Touristen ist auch der Grenzübertritt in das Territorium Palästinas um die Geburtskirche in Bethlehem oder das biblische Jericho zu besuchen. Auch ein Abstecher zum Totem Meer mit seinem gesundheitsfördernden mineralreichen Schlamm und Salzwasser darf nicht fehlen.

Zauber der Wüste in Jordanien

Faszination Petra

Östlich von Jerusalem befindet sich auch der einzige offizielle Grenzübergang zum benachbarten Königreich Jordanien, dessen Hauptstadt Amman nur 20km von der Grenze entfernt liegt. Für Touristen ist der Grenzübertritt problemlos, das Visum gibt es direkt an der Grenze. Jordanien besitzt einige sehenswerte Ruinenstädte aus römischer Zeit, darunter Jerash und die Mosaiken von Madaba, doch wer als Tourist ins Königreich kommt, hat in erster Linie nur ein Ziel: Die einzigartige Felsenstadt Petra in der Wüste.

In der Antike war Petra die Hauptstadt des Nabatäer-Reiches, einem Volksstamm, der wenige Spuren hinterlassen hat, aber früher durch die Lage Petras am Kreuzpunkt wichtiger Karawanen-Strecken zu großem Reichtum gelangte. Später wurde Petra von den Römern erobert und gerieht allmählich in Vergessenheit, als sich die Karawanenrouten nach Jerash und weiter nördlich nach Palmyra verlagerten.

Ein beliebtes Ausflugsziel im Süden Jordaniens ist der Wadi Rum mit seinen einzigartigen Felsformationen, die vor allem das Leinwandepos “Lawrence von Arabien” weltweit berühmt machte. Von hier ist es nicht mehr weit zum Badeort Aqaba am Roten Meer, wo die Rundreise durch den Nahen Osten mit einigen schönen Tagen am Strand ausklingen kann.

© Alle Fotos: Wikimedia Commons

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